Die Saison verlief wie erwartet, aber dennoch befürchtet: bis auf wenige Ausnahmen wurde das Team in jeder Partie satt abgefieselt. Die Gegner allesamt versierter in Spielaufbau und -gestaltung, auf unserer Seite überwiegend blindes Anrennen, bestehend aus vielen Einzelaktionen. Geordneter Spielablauf nur selten, dies ließen die Gegner sowie vor allem das eigene Vermögen nicht zu. Wobei der Wille sichtlich vorhanden war. Die Liga zu stark für uns? Oder wir zu schwach für die Liga? Dies möge ein jeder für sich selbst entscheiden.
Insgesamt eine von allen Mannschaften recht fair gespielte Saison, das muss an dieser Stelle angemerkt werden. Nur ganz wenige Szenen übermotivierter Akteure, die unter dem Strich die Ausnahme blieben. Gut so, denn: Es ist ja nur Eishockey!
Wir danken allen Gegnern für die ausgefochtenen Spiele und gratulieren dem Aufsteiger für seine konstante Leistung. Allen eine verletzungsfreie Sommerzeit und bis zum nächsten Jahr!
Kai Buss
Mannschaftsführer Black Bears Freising
Eine gute Stunde nach Spielende zeigte das Thermometer -22°C im Ampermoos! Daher also die gebrochenen Schlittschuhe einiger Spieler. Dabei wurde das Spiel sehr hitzig geführt, fast 2,5 Stunden dauerte das rustikale Kräftemessen. Auch wenn es um rein gar nichts mehr ging: etliche Spieler wollten es sich noch mal gegenseitig beweisen, was sie drauf haben – vor allem kämpferisch. Daher auch die vielen Strafzeiten, resultierend aus überflüssigen, ja schlichtweg hohlen Aktionen. Den Schiris entglitt das Spiel schon sehr früh, Fehlentscheidungen undInkonsequenz prägten das Geschehen und steigerten sich bis zum Schluss.
Zum Spielverlauf: Die Hausherren mal wieder mit einer Notaufstellung, die Verteidigung wurde kurzerhand durch Stürmer verstärkt. Früh ging die SG in Führung, früh wurde diese wieder verspielt. Stellungsspiel ade, Trostberg konnte die Vielzahl der Einladungen nicht ausschlagen und legte ein 1:4 vor. Das Spiel sehr temporeich und von den Gästen clever geführt, die sichere Abwehr vereitelte die wenigen Entlastungsangriffe unserer Abteilung Attacke.
Im Mitteldrittel dennoch ein ausgeglichenes Spiel, zahlreiche gute Aktionen auf beiden Seiten, es sollte aber nur noch ein Treffer zum Endstand von 1:5 fallen. Aber so wurden die vielfach in Szene gesetzten Goalies wenigstens auf Betriebstemperatur gehalten.
Im torlosen Schlussdrittel das gleiche Bild wie zuvor, die SG schaffte es einfach nicht, die aussichtsreichen Konter in Tore umzuwandeln; zu viele Schnörkel und Schleifen vor dem Trostberger Tor, statt frühzeitig abzuschließen. Dafür drehten die Mannen beider Seiten nun an anderer Front auf, teilweise lagen 5 Spieler auf dem Eis, nachdem man sich zuvor aus purer Lust über den Haufen gefahren hatte. Hormone satt, Hammelklasse pur. Nicht mal unfair, einfach nur roh! Die Akteure zeigten einander ganz deutlich, dass sie ihren Gegner nicht leiden können (beidseits).
Unter dem Strich der Sieg der Gäste verdient. Das letzte Saisonspiel für uns ist geschlagen, ab nun geht es wieder in den Trainingsmodus. Nach der Saison ist vor der Saison.
Heute sollte es sich entscheiden, wo am Saisonende die rote Laterne hängen wird: im Süden Münchens oder in den Hockey-Niederungen von Amper und Isar. Die Gäste hatten bereits nach der knappen Heimniederlage Revanche angekündigt, Garantie für ein spannendes Spieletti also!
Und siehe: die Heimmannschaft ging erstmals in dieser Saison in Führung. Ein historischer Moment, dem bald das 2:0 folgte. Wie früher, in den guten Zeiten, also lange her. Aber da wir es gerne spannend lieben, schenkten wir den Gästen wie so oft schon bald den Anschlusstreffer. Insgesamt ein durchwachsenes Drittel mit viel Gestochere auf beiden Seiten.
Im Mitteldrittel stellte das Heim-Team mit teilweise sehenswerten Treffern einen komfortablen Vorsprung auf 4:1 her, der Betreuer am Türl entspannte sich allmählich. Aber wir wären nicht wir, wenn wir es dabei belassen hätten; und so prangte auf der Anzeigetafel in der 43. Minute ein 4:4. An der Bande stellten sich wieder Verkrampfungen und Pressatmung ein. Aber das Team hatte ein Einsehen mit seinem Türöffner, im 5-Minuten-Rhythmus schenkte man dem ESC noch drei Mal ein, und dann: Das Spiel ist aus! Geschafft! Endstand 7:4!
Da man in unseren Kreisen das Siegen nicht so recht gewohnt ist und die Kinder sich offensichtlich nur nach innen heftig freuten, fiel die LaOla mit den zahlreichen Fans kurzerhand aus.
Es war heute zweifelsfrei der große Tag der Dachauer Sturmreihe, die heute extrem spielfreudig auftrat. Waren im Hinspiel noch die Freisinger Stürmer die Knipser, so gingen heute 7 von 11 Scorerpunkten an die Amper. Aber auch die Frauenreihe heute wieder sehr aktiv, sie band den Gegner und störte erfolgreich dessen Aufbau. Derart genervt, wusste der sich oftmals nur durch eine Vielzahl von unnötigen Bandenchecks zu helfen, was unsere zähen Madels indes nicht weiter beeindruckte.
Fazit: Im Hinspiel noch vom Glück begünstigt, ging der heutige Erfolg auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Nach vorne druckvolles Spiel, hinten überwiegend solide Abwehrarbeit. Eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Die letzten beiden Spiele gegen die hünenhafte Truppe vom Rande des Alpenmassivs waren sehr unlustig für uns verlaufen, wir hatten mächtig Haue bezogen gegen den kommenden Meister dieser Spielrunde (meine persönliche + subjektive Einschätzung). Am zweiten Spieltag des Wochenendes führte uns die Reise dann ins urige Stadion des Marktfleckens Holzkirchen. Wenn nicht hier + heute punkten, gegen wen sonst?! Holzkirchen bisher auch sieglos und mit hässlicher Torbilanz, dennoch schwer einzuschätzen. Davon unbeeindruckt legten unsere Hackler wie in jedem Spiel dynamisch los. Und wie in jedem Spiel klingelte es gleich nach 5 Minuten, die Freisinger Seuche eben. Zwei gleichwertige Teams beharkten sich nach allen Regeln der Kunst, durchaus ein unterhaltsames Spiel, die SG sogar mit mehr Spielanteilen. Dennoch ging es mit 0:2 in die Kabine. Himmel Arsch und Zwirn, das war doch unnötig!
Dann ein furioses Mitteldrittel, die Kinder spürten, dass dieser Gegner zu packen war. Alle hochmotiviert und ohne Hänger, mit mannschaftlich geschlossenem Auftreten, jeder rannte für den andern und band den Gegner schon frühzeitig. Auch die üblichen Nachlässigkeiten heute Mangelware. Die robuste und kompromisslose Spielweise schnürte den ESC regelrecht ein, die 1. Sturmreihe heute in Schusslaune. Dann fielen endlich im 5-Minuten Abstand die überfälligen Tore. Dreimal machte es klingeling, die SG führte mit 3:2 und ging mit diesem Ergebnis in die letzte Pause. Adrenalin und Endorphin rauschten in den Adern, ein seltenes Gefühl.
So ging es dann weiter, kurz nach Beginn des Schlussdrittels baute die SG die Führung auf 4:2 aus. War denn schon Weihnachten? Und wieso wollte der Schiri nicht sofort das Spiel beenden? So ging es dann noch spannende 14 Minuten weiter, unser großartig aufgelegter Goalie ärgerte die Gegner, unsere Jungs und Madels ballerten weiter. Unnötigerweise machte man dem ESC noch ein Gastgeschenk, doch das änderte am Spielausgang nichts. Die SG Freising/Dachau hat ihre ersten Punkte geholt, so dass man den Tabellenkeller verlassen hat. Hurra, hurra, hurra! Dieser epochale Sieg wurde im Anschluss gleich beim Postwirt begossen!
Fazit: Der richtige Gegner zur richtigen Zeit. Das sehr fair geführte Spiel wurde durch das Team mit dem größeren Kampfgeist gewonnen, zudem half das Glück des Tüchtigen. Im Spielaufbau die Gastgeber sicherlich effektiver, aber gegen die kompakte Spielweise der SG kamen sie nicht an. Und schlussendlich scheiterten sie an den Glanztaten unseres Goalies, der heute einen ganz großen Tag hatte und so maßgeblich zum Sieg beitrug. Und natürlich besonders hervorzuheben: die Frauen-Sturmreihe der Black Bears! Schnell und respektlos, unnachgiebig beim Forechecking und knackig in den Zweikämpfen. Fettes Respekt, Madels!
Zwei Spiele, wie sie unterschiedlicher nicht verlaufen können. Beim Hinspiel in Freising zwei Teams auf Augenhöhe, wie das Ergebnis (2:3) deutlich macht. Die SG hat insgesamt mehr Spielanteile, Passau dafür mit den routinierteren Akteuren. So kommt es, dass Freising nicht den ersten Saisonpunkt einfährt, der unter dem Strich leistungsgerecht gewesen wäre. Aber so ist das eben.
Zum Rückspiel eine Woche später reist man in Mindestspielstärke an, was die Aussichten auf ein ausgeglichenes Match beträchtlich schmälert. Da zudem Leistungsträger fehlen, steht somit nicht ein möglicher Punktgewinn, sondern Schadensbegrenzung auf der Agenda.
Davon unbeirrt spielt die Rumpftruppe furios auf, Punktsieger nach 5 Minuten ist die SG. So darf es weitergehen, Trainer und Anhang begeistert. Tja, und dann bricht die Seuche wieder aus: Kollektive Aussetzer machen alle Aussichten auf einen ausgeglichenen Spielverlauf wieder zunichte, anders ausgedrückt: Mit dem Arsch reißt man das wieder ein, was zuvor mit den Händen resp. Kampfeskraft errichtet wurde. So fängt man in der 6. Minute einen Doppelpack, und dann einen weiteren in der letzten Spielminute des ersten Drittels. So schlecht sind wir gar nicht, aber die agilen Hausherren bestrafen jede Laschheit.
Im zweiten Durchgang dann ein Ergebnis, wie es leistungsgerecht war: 2:1 für die Hawks, offener Schlagabtausch. Mit dieser Spielweise hätten wir gut leben können, aber im Schlussdrittel wieder das gleiche Bild wie in Runde eins: fünf Treffer in vier Minuten, da möchte man eigentlich alle Spieler vom Eis nehmen und in die Dusche schicken. Das hatte unser Goalie nicht verdient, der am hohen Ausgang schuldfrei war und viele Schüsse unschädlich gemacht hat.
Fazit: Die SG hat sich selbst besiegt, trotz vieler guter Ansätze. Dass es überdies 13 mal „ping“ machte, sprich Pfosten/Lattentreffer der Hawks, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt, der Passauer Trainer konnte es kaum fassen. Ausschlaggebend für das Bild, dass das Fusionsteam abgab: Konditionsschwäche, läuferische Defizite, im ungünstigsten Fall sogar miteinander gepaart, Defizite im generellen Spielverständnis (Aufbau, Positionen, „was ist Eishockey?“, „wieso bin ich eigentlich auf dem Eis?“). Vornehm ausgedrückt: eine Mannschaft mit viel Potential!
Kleine Schluss-Sentenz: Die vom Gastgeber spendierten Semmeln waren die besten, die ich in den vergangenen 10 Jahren genießen durfte, sensationell! Danke hierfür an die Betreuer! Insgesamt die Hawks ein sehr sympathisches Team!
Wie das Ergebnis ganz deutlich zeigt, hatten die Gastgeber ein leichtes Spiel mit den völlig überforderten Gästen. Ich wiederhole mich, wenn ich sage, hier unterscheidet sich der Verein mit Halle von demjenigen ohne Dach! Déjà vu, und ewig grüßt das Murmeltier …
Der Trainingsrückstand war unübersehbar, das SG-Team nicht eingespielt und fernab jeglicher Spielroutine. Man machte es dem ECP leicht, lud ihn förmlich ein, Tor um Tor zu erzielen. Der Spielverlauf fair, die Spieler machten es dem alleine angetretenen Schiri durchaus leicht, der dennoch an die Grenzen seiner Souveränität gelangte.
Eine lockere Trainingseinheit für die einen, eine nüchterne Bestandsaufnahme für die anderen. Da gibt es im Training ordentlich zu tun für die Trainer. Eine Mannschaft mit viel Potential, wie es so schön heißt.
Kai Buss
So auch in diesem Jahr wieder, wo die Schüler des SE Freising sowie des ASV Dachau in ihre zweite Saison als SG gehen. Nach dem Abwandern der 95er Jahrgänge blieb kein Stein auf dem anderen, bis auf einige wenige Spieler ist das Team komplett neu formiert. Anlass zur Hoffnung? Oder Sorge? Wir werden es erleben. Das Trainergespann Gerd Königseder/Benno Bach wird versuchen, dem zarten Pflänzlein Leben einzuhauchen und den Gegnern die Spiele schwer zu machen, einigen auch die Punkte zu entführen. Eine spannende Saison allemal … Glück auf!
Kai Buss, Schüler
Das war ein Saisonabschluss, wie ihn wohl keiner erwartet hätte. Statt Heimspiel vor Freisinger Kulisse zeigte sich einmal mehr, welche Fehlkonstruktion das neue Stadion ist. Nicht zu viel Schnee oder Regen, sondern der pralle Sonnenschein vereitelte das letzte Spiel der Saison. Das Eis fingertief aufgetaut, von den Schiris als unbespielbar erklärt, ließ neuerlich die Erkenntnis reifen, dass in Freising überhaupt nix funktioniert, was woanders selbstverständlich ist; die Einwohnerschaft auch hier mal wieder genötigt ist, in die Nachbargemeinden zu reisen, um einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachzugehen. Neufahrn, Erding, Moosburg, wir danken Euch, dass es Euch gibt. Die Dreirosenstädter eröffneten uns spontan die Möglichkeit, den Saisonabschluss in deren Halle zu begehen. Hierfür den Verantwortlichen des EVM ein Riesenlob und Dankeschön! Nachbarschaftshilfe vom Feinsten! 15 Kilometer Isar abwärts gedeihen vielfältige Einrichtungen für Bürgerschaft und Jugend, während sich zu Fuße des Doms Friedhofsstille breitmacht. Freising, mir graut vor Dir!
Ach ja, dann war da auch noch das Spiel. Nachdem die bereits fertig angezogenen Kinder nach Moosburg verfrachtet waren, eröffnete sich ein lebhaftes Spiel, das vom Niveau her nicht üppig, aber durchaus ansehnlich war. Die SG legte erwartungsgemäß vor, zog aber nicht von dannen. Mit einem 2:1 ging es in die schmucken Kabinen.
Nach Wiederanpfiff überraschte die „kreative“ Mannschaftsumstellung der Trainer nicht nur die Gegner. Dies funktionierte zunächst einwandfrei, im Mitteldrittel waren die Gastgeber (also die SG) tonangebend und konnten sich tatsächlich mit 5:2 absetzen. So hatten wir uns das eigentlich auch vorgestellt, nach Treffer 5 in der 29. Minute machte sich eine gewisse Zufriedenheit breit. Zu dem Zeitpunkt ahnte keiner, dass dies der letzte Daxinger Treffer der Saison war. 5:3 nach Durchgang 2.
Im Schlussdrittel zeigte die SG teilweise sehr schöne Spielzüge, es wurde sogar dem Mitspieler abgespielt! Der Gegner phasenweise völlig überfordert, kam nicht mehr aus dem eigenen Drittel heraus. Dennoch blieb deren Tor vernagelt, der Marchenbacher Goalie machte einen guten Job. Während sich die SG durch Undiszipliniertheiten selbst schwächte und die Strafbank dem Eis vorzog. Nachdem auf zwei Reihen umgestellt wurde, ging dann gar nichts mehr. Dafür schenkte man den Moosburgern feinste Kontermöglichkeiten, denen sie sich nicht entziehen konnten. So haben sich die vermeintlich Besseren selbst besiegt, das 5:5 absolut inakzeptabel! Für die Moosburger ein gefühlter Sieg, haben sie sich doch zurück ins Spiel gekämpft. Glückwunsch an den Gegner. Auch den Schiris für eine souveräne Leistung.
Aber schlussendlich ging es um nichts mehr, somit waren letztlich beide Seiten zufrieden. Die Daxinger konnten den Schweinsbraten beim abschließenden Kabinenfest in den Freisinger Katakomben genießen. So wurde ein Schlusspunkt unter die Saison gesetzt: wennschon nicht in sportlicher, dann zumindest in kulinarischer Hinsicht. Insgesamt wäre mehr drin gewesen, der Kader war durchaus leistungsstark. Wenn nicht …..
Müßig, an dieser Stelle zu hadern. Wir danken allen Gegnern für die manchmal fairen Spiele und gratulieren den Tölzern zum verdienten Aufstieg.
Die SG Dachau/Freising wünscht allen eine angenehme spielfreie Zeit und freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Winter.
Samba in Dachau, die sichtlich gut gelaunten Fans aus Dingolfing hatten ihre Freude am Spiel. Zu Recht, lagen Sie doch nach 11 Minuten mit 0:2 in Front. Deren temporeiches und druckvolles Spiel, gepaart mit der niederbayerischen Robustheit, hatte die in Unterzahl spielenden Gastgeber kalt erwischt. Die verkrochen sich jedoch mitnichten, sondern besannen sich auf ihre einzige Tugend, das Kämpfen, und wendeten umgehend das Blatt: mit 4:3 in Führung liegend, ging es im steten Schneetreiben in die Drittelpause. Reschpeckt! Geht doch.
Gleich zu Beginn von Durchgang zwei wurden großzügig Gastgeschenke verteilt, zum Entsetzen der heimischen Anhängerschaft prangte auf der Tafel plötzlich ein hässliches 4:5! Zwei unglaubliche Entgleisungen, Eigentoren gleichzusetzen, ließen einem kalt ums Herz werden. Aber man kämpfte sich zurück, mit dem völlig verdienten Ausgleich zum 5:5 ging es neuerlich in die Katakomben.
Das Schlussdrittel musste die Wahrheit zeigen, die bekanntlich auf dem Eis liegt. Déjà vu, das hatten wir doch schon gegen die Watzmänner aus BER, Endstand seinerzeit 7:7. Die Kampfkraft beider Teams ausgeglichen, ohne auf einem hohen Niveau zu stehen (schließlich lag durchgehend eine feiste Schneedecke auf dem Geläuf). Lange Zeit durchaus optische Überlegenheit der Moosbewohner, wenngleich die Isar Rats das schönere Hockey mit klassischem Spielaufbau zeigten, letztlich aber zumeist an ihrer Abschlussschwäche scheiterten, die guten SG-Goalies hatten ordentlich zu tun. Es folgen das 5:6, das 6:6. Und noch immer 8 Minuten zu spielen, eine kleine Ewigkeit. Hockeygott, tu uns das nicht an. Schließlich war er uns bis dahin wohl gesonnen. Aber wir können uns auch ohne dessen Zutun besiegen, durch einen neuerlichen Schnitzer übelster Manier eröffneten wir dem Dingolfinger Strafbankkönig mit der Nr. 9 eine Steilvorlage allererster Kajüte. Der konnte gar nicht anders und nagelte die Scheibe beinhart in die Maschen. Das tat weh, so weh. Insgesamt 3 Tore hatten wir den Gästen geschenkt, so kann man halt nicht gewinnen. Ein Drama epischen Ausmaßes, Agonie …
Meine Güte, was ein lascher Zock! Zwei Mannschaften, die zeigten, warum sie im Tabellenkeller stehen. Ein jeder hatte sich morgens sicher schon gefragt, warum er überhaupt aufstehen muss bei diesem Wetter. So auch die Akteure auf dem Eis, Hausherren wie Gäste. Durchgang eins völlig unmotiviert, die Körpersprache der meisten sprach Bände. Und so schlich man mit einem torlosen Remis in die Kabinen.
Durchgang zwei desillusionierend wie zuvor, heute würde es keinen großen Torreigen geben; es war abzusehen, dass ein Sieg aus Einzelaktionen entspringen würde. Aus einer solchen heraus auch die Führung für die SG, die bis dahin insgesamt optisch überlegen war. Wer sich im Mitteldrittel deutlich steigerte, war das Schirigespann – allerdings hinsichtlich undurchsichtiger bzw. eindeutiger Fehlentscheidungen. Was die Herren in Schwarzweiß heute ablieferten, war unverständlich, offenkundig falsch und vor allem Spiel vorentscheidend. Sie brachten Freising weiter ins Spiel, indem sie ein Tor der Gastgeber nicht anerkannten und im direkten Gegenzug den zweiten Treffer der SG gaben, der während der Pausensirene fiel. So grausam kann Hockey sein: des einen Leid, des anderen Freud. Im Gegenzug wurden die Daxinger bis zum Spielende mit einer Flut von 2-Minutenstrafen zubetoniert, deren Ursachen lächerlich bis unbegründet waren. Unterirdisch! Setzen! Sechs!
Das Schlussdrittel insgesamt besser, aber bei weitem nicht auf dem Niveau, das man sich gewünscht hatte. Aufbau und Chancenverwertung bescheiden, und immer wieder lud man die Drei-Rosen-Städter zu Kontern ein, die dann auch prompt im Anschlusstreffer zum 1:2 mündeten. Bis kurz vor Schluss somit wieder alles offen, bis endlich die Nr. 13 den ersehnten Treffer zum Endstand von 1:3 erzielte.
Abputzen, vergessen, Punkte mitnehmen. Für die ersatzgeschwächte Notbesetzung ein glücklicher Sieg, Ziel erreicht. Bereits am Sonntag können alle wieder zeigen, was sie drauf haben.
Heidenei, hat das Spaß gemacht! Auf den Rängen wie auf dem Eis breiteten sich nach dem Spielende Erleichterung und Zufriedenheit aus. Selbst die üblichen Berufsskeptiker kamen nicht umhin Lob zu spenden. Wichtig vor allem: nach 60 Minuten ins Ziel gekommen! Nicht nur gut gespielt und gekämpft, sondern auch noch einen Punkt erfochten im wahrsten Sinne des Wortes. Insgeheim hatte man vorab zwar auf Sieg spekuliert, aber bereits nach 5 Minuten waren die Gedanken und Hoffnungen der Gastgeber ganz woanders. Gaben doch die Gäste höllisch Gas und lehrten uns das Fürchten. Die baumlangen Kerls aus den Bergen machten deutlich, dass Sie nicht angereist waren, um Kompromisse einzugehen. Als logische Konsequenz klingelte es in der 7. + 9. Minute im heimischen Netz. Au Backe, das ließ schlimme Erinnerungen aufkommen. Aber die SG aus dem Moos ließ sich nicht den Schneid abkaufen und zahlte es mit gleicher Münze heim! Es folgte ein offener Schlagabtausch zweier hochmotivierter Teams, die kampfbetontes Hockey zur Freude aller Anwesenden boten. Leidenschaft pur. Gleich zweimal hintereinander ließen sich die Gäste in der Folge überrumpeln, das Spiel war wieder offen. Ärgerlich, dass man direkt vor dem Pausenpfiff noch Gegentreffer Nr. 3 einstecken musste. 2:3 in Durchgang eins.
Durchgang zwei wie zuvor: Vollgas auf beiden Seiten, die Gäste legten vor, die Hausherren zogen prompt nach: 4:4 in der 26. Minute, 5:5 in der 35. Minute, wieder ging man mit einem Rückstand in die Kabine, Gesamtspielstand 5:6.
Das erste Drittel ging verloren, das Mitteldrittel endete ausgeglichen, also musste man das Schlussdrittel für sich entscheiden, um nicht mit leeren Händen da zustehen. Und so geschah es: 33 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte man den Endstand von 7:7, somit ging das Schlussdrittel mit 2:1 an die SG Daxing. Als gefühlter Sieger verließen unsere Kinder das Eis, das Glück hatte dem Tüchtigen geholfen. Über die gesamte Spieldauer stets 1 bis 2 Tore im Rückstand, immer wieder heran gekämpft: hier ist heute jeder für den anderen gelaufen, jedes erzielte Tor war immens wichtig für den Spielverlauf. Geht doch, warum nicht öfters so? Nach den letzten grausamen Spielen heute Balsam für die Seele. Hoffentlich nicht nur ein Zwischenhoch …
Bei der Abschlußbesprechung im Stüberl waren sich alle einig, dass es heute der große Tag der Dachauer SG-Hälfte war. Deren Akteure spielten ganz groß auf, was die Freisinger Leistung zwar nicht schmälern soll; aber die optische wie spielerische Dominanz lag klar auf deren Seite. Sie gaben keine Scheibe verloren und setzen konsequent nach; kämpferisch wie spielgestaltend absolut vorbildlich setzten sie Glanzlichter und waren so maßgeblich am Erfolg beteiligt, was sich auch in der Torbilanz widerspiegelt.